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Hydration - Faszien und Ernährung Teil 1/3

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© M.studio / Fotolia

Faszien und Ernährung! In unserer neuen 3-teiligen Serie zeigt Dr. Kathrin Vergin, welche Rolle die Ernährung auf unsere Faszien hat und wie wir unsere Faszien und damit unser Bindegewebe optimal und gesund unterstützen können.

Dr. Kathrin Vergin arbeitet als Ernährungsexpertin und Food-Coach in Hamburg und hat mit mehr als 10 Jahren Erfahrung auf dem Gebiet der Lebensmittelanalyse und mit mehrjähriger Erfahrung als Coach drei verschiedene Schwerpunkthemen im Bereich Faszien und Ernährung zusammengestellt.

Den Auftakt bildet dabei das Thema: „Hydration“

 

Faszien und Hydration

Faszien, oder auch Bindegewebe genannt, werden nicht nur durch Faktoren der genetischen Konstitution oder dem Ausmaß einer biomechanischen Stimulation beeinflusst, sondern auch durch ihr biomechanisches Milieu. Das bedeutet übersetzt: Diese Faktoren haben einen Einfluss darauf, ob sich unsere Faszien steif, spröde oder elastisch anfühlen. Dabei spielen die Bindegewebszellen, die sogenannten Fibroblasten, eine entscheidende Rolle. Denn sie sorgen dafür, dass sich das körperweite kollagene Fasernetz erhalten und erneuern kann.

Damit sich unsere Faszien also elastisch und geschmeidig anfühlen benötigen sie nicht nur Pflege von außen, wie z.B. beim Training mit der Faszienrolle, sondern auch Pflege und Unterstützung von innen. Und zwar mit der richtigen Ernährung

Unsere Faszien sind so ausgelegt, dass sie in einer „sauren“ Umgebung zu einem harten Netz oder bei einer zuckerreichen Ernährung spröde und brüchig werden können. Daher hat unsere Ernährung einen entscheidenden, aber bisher nicht so präsenten Einfluss auf unsere Faszien. Um unser Bindegewebe optimal zu unterstützen und zu erneuern, kann die Art und Weise wie wir uns ernähren, oder auch welche Getränke wir zu uns nehmen, dabei unterstützen unsere Gesundheit, Leistungsfähigkeit oder Regeneration zu steigern.

 

Wasser und Faszien

2018-11-13-blackroll-orange-faszien-und-hydration-verginUnser Körper besteht zu 50-60% aus Wasser und unser Fasziengewebe fast bis zu 80%. Dabei erscheint es in erster Linie ganz logisch, dass sich eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, also Hydration, positiv auf ein elastisches Gewebe auswirkt. Legen wir einmal den täglichen Flüssigkeitsverlust mit rund 1,7 bis 2,0 Liter pro Tag gegenüber (Verlust z.B. über Urin, Schweiß oder die Haut), so wird deutlich, dass wir diesen Verlust nicht nur erstmal ausgleichen, sondern für eine Hydration der Organe und des Bindegewebes auch noch steigern sollten. Optimal wären dabei eine Flüssigkeitsaufnahme von ca. 2,0 bis 2,5 Liter pro Tag (ohne Sport).

Hierbei sei auch der Hinweis gegeben, dass auch beim Training mit der Faszienrolle, Flüssigkeit verloren geht, denn dabei wird Flüssigkeit aus dem Gewebe abtransportiert. Unsere Faszien speichern nämlich rund ¼ des gesamten Körperwassers! Daher auch gerade nach einer ausgiebigen Einheit mit der blackroll-orange wieder ausreichend Flüssigkeit aufnehmen! So erreicht man eine optimale Versorgung und Behandlung von innen und außen. 

Will man sein Bindegewebe optimal mit Flüssigkeit versorgen, steht dabei natürlich Wasser, am besten ein stilles Mineralwasser, ganz oben auf der Prioritätenliste. Je besser die Qualität des Wassers dabei ist, desto besser wird das Bindegewebe versorgt. Doch was ist eine gute Qualität? Generell gilt: Wasser mit einem höheren Mineralstoffgehalt, sollte Wasser mit einem niedrigen Mineralstoffgehalt vorgezogen werden! Die Mineralien sorgen dafür, dass wir Wasser im Körper binden können und stellen somit die Funktionen der Muskulatur sicher. Zudem werden Sehnen, Knochen, Knorpel, Gelenke und Bänder optimal unterstützt. Da alle diese Bestandteile unseres Körpers erst durch unsere Faszien zu einer Einheit werden, liegt eine optimale Versorgung unseres Körpers durch Ernährung näher als man zunächst vermutet.

 

Mineralien und Vitalstoffe

Die elementarsten Bestandteile in unserem Mineralwasser sind Magnesium und Kalzium. Magnesium ist ein fester Bestandteil unseres Gewebes. Bei der Versorgung mit einem weniger hochwertigen Mineralwasser kann es vorkommen, dass weitere Mineralien aus dem Körper geschwemmt werden. Dabei kann es zu einem Mangel an Mineralien kommen und damit zu einem schlechteren Bindegewebe. Der tägliche Bedarf an Magnesium liegt (in einem Alter von 25 bis 51 Jahren) bei 350mg für Männer und 300mg für Frauen. Bei Kalzium liegt der Bedarf pro Tag bei knapp 1000mg.

Damit gehört neben einer gesunden Ernährung (dazu mehr in den nächsten Blogbeiträgen) auch eine gute Versorgung unserer Faszien mit einem hochwertigen Wasser. Optimal ist dabei ein Verhältnis von 2:1 (also doppelt so viel Kalzium wie Magnesium).

 

Softgetränke und Zucker

Wie oben bereits beschrieben, kann sich ein hoher Zuckergehalt in unserer Nahrung negativ auf unsere Faszien auswirken. Das gilt auch für Getränke. Studien zeigen: Fast zehn Milliarden Liter Softdrinks verbrauchen die Deutschen pro Jahr, das entspricht 120 Liter pro Kopf an Limonaden, Fruchtschorlen, Fruchtsaftgetränken. 

Wer zum Beispiel einen halben Liter Cola trinkt, nimmt über 220 Kilokalorien zu sich und mehr als 54g Zucker, also fast doppelt so viel, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für einen ganzen Tag empfiehlt. 

Oft befassen wir uns nur mit den Gedanken daran, was wir essen. Doch in fast allen Getränken, außer Wasser, sind Nährstoffe enthalten, die dem Körper auf ähnliche Weise Energie zuführen wie feste Speisen. Meist handelt es sich dabei, wie schon zuvor angedeutet, um Zucker. Zucker fehlt es generell an sämtlichen Vitaminen oder Vitalstoffen, weshalb er auch oft als „leeres Kohlenhydrat“ bezeichnet wird. 

Ein erhöhter oder gar starker Konsum von Zucker steigert nicht nur ständig den Appetit, sondern fördert auch die so unbeliebten Heißhungerattacken. Einer der Gründe: Es fehlt uns an wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Gelangen wir in diesem Bereich in ein Defizit, signalisiert der Köper uns, dass er mehr braucht. Oft hängt dieser Kreislauf mit einer Gewichtszunahme zusammen. Nach dem Genuss von Zucker (Glukose) – ob in fester oder flüssiger Form – schüttet der Körper auch noch Insulin aus. Zuckerhaltige Getränke stimulieren damit den Insulinspiegel sogar noch schneller als feste kohlenhydratreiche Mahlzeiten und führen zu höheren Insulinspitzen. Selbst mit kleineren Zuckermengen in flüssiger Form bleibt der Insulinspiegel ständig hoch – und damit der Abbau von Fettgewebe über lange Zeiträume blockiert. Wir nehmen zu.

Unsere Faszien bauen in diesem Prozess parallel zahlreiche Kristalle in ihre Grundsubstanz ein. Das bedeutet sie werden spröde und brüchig. Dadurch kann das Risiko für Verletzungen steigen. Dazu ist die Heilungszeit verkürzt. Wir regenerieren langsamer. 

 

Fazit und Empfehlungen

gruentee-mit-zimtZusammenfassend ist also die richtige Flüssigkeitszufuhr für unsere Faszien wichtiger, als bisher angenommen und hat mehr Einfluss auf ihre Elastizität als erwartet. Wollen wir also unsere Faszien optimal versorgen, dann sind 2,0 bis 2,5 Liter Wasser pro Tag zu empfehlen. Dazu wäre eine gute Mineralstoffversorgung wünschenswert. Doch was wenn einem Wasser, so ganz ohne Geschmack, einfach nicht zusagt? Neben Wasser bietet sich auch ungesüßter Tee an. Dabei können Sie z.B. auf grünen Tee, Kamillentee, Rotbusch- oder Ingwertee zurückgreifen. Oder sie peppen Ihr Wasser einfach mit Ingwer oder Minze auf. Diese Getränke, wie z.B. grüner Tee, enthalten zahlreiche Antioxydanzien oder Polyphenole. Wissenschaftler finden in Experimenten immer wieder neue, positive Einflüsse der Polyphenole auf den Menschen. Sie wirken antioxidativ, binden freie Radikale und können so verschiedene Alterungsprozesse hemmen. Sie können den Blutdruck regulieren, Fettoxidation verhindern, Arteriosklerose vorbeugen und die Blutfettwerte verbessern.

Ein weiterer Tipp ist: roter Traubensaft. Die Wirkung der Trauben beruht auf ihrer zellschützenden Aktivität. Rote Trauben haben einen hohen Anteil an sekundären Pflanzenstoffen. Sie entfalten im Körper neurologische, entzündungshemmende und antibakterielle Wirkungen und haben damit eine zellschützende Funktion. Auch hier finden sich die Polyphenole wieder, die eine entzündungshämmende Wirkung entfalten können. Doch Vorsicht! Fruchtsaft enthält oft viel Zucker. Daher einfach auf eine Saftschorle zurückgreifen.

Wenn man sich also die wichtige Rolle der Faszien ins Gedächtnis ruft, kann man diese durch die Ernährung weiter optimieren und durch gezielt zugeführte Nährstoffe für eine optimale Versorgung der Faszien sorgen. Hier scheint auch der Hinweis wichtig, dass sich eine Verbesserung der eigenen Fasziensituation nicht immer schnell erzielen lässt. Der „Umbau“ des Bindegewebes dauert meist mehrere Monate. Jedoch werden wir dann mit einer nachhaltigen Faszienstruktur belohnt, die nicht nur fester, sondern auch elastischer und demnach jugendlicher ist.

Machen Sie den ersten Schritt… 

 

Ausblick Teil 2/3:

Was unsere Faszien neben einer guten Hydration noch für eine optimale Erneuerung und Stärkung benötigen, zeigt Dr. Kathrin Vergin auch in den kommenden zwei Beiträgen. In der nächsten Folge geht es dabei um das Thema „Übersäuerung“. Ein Säureüberschuss schadet dem gesamten Organismus, und das Faszien-Gewebe ist hier keinesfalls ausgenommen. Ganz im Gegenteil, denn dieses Gewebe hat aufgrund seines hohen Flüssigkeitsanteils einen besonders intensiven Kontakt zu den in der extrazellulären Flüssigkeit anfallenden Säuren. Erfahren Sie dazu mehr in der kommenden Ausgabe.

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