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Vitamine und Zusatzstoffe - Faszien und Ernährung Teil 3/3

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© M.studio / Fotolia

Was unsere Faszien brauchen

Um unsere Faszien neu aufzubauen und gut funktionsfähig zu halten, brauchen wir eine Reihe von Nähr- und Wirkstoffen. Dazu gehören zum Beispiel Proteine, Aminosäuren, Kohlenhydrate, Fettsäuren, sekundäre Pflanzenstoffe, aber auch Mineralien, Spurenelemente und Vitamine. Mit diesen Substanzen bildet unser Körper ein gutes Versorgungsnetz, das unsere Faszien nicht nur elastisch, sondern auch gesund, fit und leistungsfähig hält.

Somit sollten wir immer darauf achten unseren Körper mit allen Nährstoffen zu versorgen die er braucht. Aber bitte immer in „hoher“ Qualität. Das heißt zunächst: Je natürlicher die Ernährung, umso besser! Dabei sollten wir im ersten Schritt versuchen uns möglichst Zusatzstofffrei zu ernähren. Denn auch Studien zeigen, dass man mit einer natürlichen Ernährung ohne pharmakologische Zusätze das Bindegewebe stärken und darüber hinaus auch Entzündungsaktivitäten mindern kann. 

Ohne pharmakologische Zusätze beutet in erster Linie auch: Ohne Nahrungsergänzungsmittel! Warum? Synthetisch hergestellte Nährstoffe haben einfach eine andere Wirkung auf den Körper als das Original aus der Natur. Die Ausnahme können jedoch z.B. Mangelerscheinungen sein, bei denen eine zusätzliche Aufnahme durch Supplements sinnvoll sein kann. Wichtig: Diese Supplements ersetzen keine gesunde Ernährungsweise!

 

Je natürlicher desto besser?

Fast jeder dritte Deutsche fürchtet, dass die Lebensmittel aus dem Supermarkt nicht genug Nährstoffe liefern. Daher greifen viele von uns zu Nahrungsergänzungsmitteln. Aber ist die Extradosis an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen oder Omega-3 wirklich nötig?

Viele frei verkaufte Vitaminpräparate sind laut Deklaration höher dosiert, als das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt. Das zeigt eine durchgeführte Analyse. Von 35 Mitteln, überschritten in diesem Test 26 die Empfehlungen des BfR für die maximale Tagesdosis in Nahrungsergänzungs-mitteln. 10 Produkte lagen sogar drastisch darüber.

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Daher sollten wir immer erst versuchen, die wesentlichen Nähr- und Wirkstoffe, die in Lebensmitteln auf natürliche Art und Weise zur Verfügung stehen, zu nutzen. Dies können zum Beispiel Proteine, Aminosäuren, Arginin oder auch die klassischen Kohlenhydrate sein.

Proteine (also Eiweiße) und Aminosäuren (aus denen sich die Proteine zusammensetzen) bilden den Grundstein für den Aufbau von Bindegewebe, Muskulatur, Knorpel, Bänder, Sehnen, Zähnen oder Nägeln. Daher empfiehlt sich immer Eiweiß in den täglichen Ernährungsplan einzubauen. Man kann sowohl auf tierisches als auch auf pflanzliches Eiweiß zurückgreifen. Wichtig ist hier ein Augenmerk auf die „Wertigkeit“ des Eiweiß zu legen. Das Eiweiß ist umso wertiger, je besser der Körper das Eiweiß verwerten, also nutzen kann. Dabei hat tierisches Eiweiß, z.B. Fleisch eine höhere Wertigkeit als pflanzliches Eiweiß, weil es unserer körpereigenen Struktur mehr ähnelt. 

Bei den Aminosäuren, es gibt bislang 20 bekannte Aminosäuren, kann der Körper 12 selbst herstellen. Die anderen acht jedoch nicht. Diese acht Aminosäuren müssen dem Körper über die Nahrung zugeführt werden. Zu diesen Aminosäuren gehören zum Beispiel: Arginin (beteiligt am Muskelaufbau), Glutamin (sorgt für das Zellwachstum) oder Lysin (gibt Stabilität für Faszien, Haut und Knochen).

Die Kohlenhydrate werden, gerade wenn es um die Reduktion von Körpergewicht geht, immer wieder als „Dickmacher“ deklariert. Jedoch macht es auch hier Sinn, genauer hinzusehen. Es gibt Kohlenhydrate die unseren Faszien schaden, aber auch welche, die sie genauso gut unterstützen können. Bausteine aus den Kohlenhydraten wie z.B. die Glukose brauchen wir um unseren Körper mit Energie zu versorgen. Sie versorgen nämlich unsere Abwehrzellen (Leukozyten) mit Energie um Entzündungsprozesse in unseren Faszien wirksam zu bekämpfen oder auch Krankheitserreger abzuwehren. Zudem brauchen wir sie für die Bildung der Grundsubstanz unseres Bindegewebes. Eine Unterversorgung mit Kohlenhydraten kann also die Zellfunktion behindern und die Wundheilung verzögern.

 

Vitamine und Nahrungsergänzungen

Bevor wir eine Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln in Erwägung ziehen, sollten wir wissen was uns wirklich fehlt und vor allem in welchem Maße. Dabei können Bluttests helfen. Generell können alle Tests beim Hausarzt durchgeführt werden. Es gibt heutzutage aber auch „Test-Kits“ bei denen die Blutabnahme unkompliziert von zu Hause möglich gemacht wird. Dabei können Tests auf die wesentlichen Nährstoffe und Vitamine schon ausreichend sein. Dazu gehören z.B. Vitamin D, Magnesium, Zink oder Omega-3 (um hier eine erste Auswahl zu treffen).

Die Untersuchung zeigt dann über die genauen Messwerte, ob wirklich ein „Mangel“ vorliegt. Ist dieser gering, dann können wir dies meist über unsere Ernährung kompensieren. Liegt aber ein chronischer Mangel oder eine starke Unterversorgung vor, kann die Einnahme von Zusatzstoffen helfen. Wichtig: wir sollten nur das zuführen, was wir wirklich brauchen. Dazu kann mit dem Arzt die Dosierung als auch die Dauer der Einnahme festgelegt werden.

  • Vitamin D: Vitamin D trägt zur normalen Funktion des Immunsystems bei und reduziert Entzündungsreaktionen. Grundsätzlich kann unser Körper Vitamin D selbst herstellen und zwar über die UV-Strahlung. Jedoch lässt diese Produktion mit zunehmendem Alter nach und es kann zu einer schwachen Muskulatur oder Knochenstruktur kommen. So kann es auch im Winter hilfreich sein den Verzehr von Vitamin D zu erhöhen. Präparate gibt es in der Apotheke in Form von Tabletten oder auch in Öl-Form zur Zugabe ins Wasser. 

 

  • Magnesium: Magnesium kommt vorzugsweise in den Knochen und im Bindegewebe vor. Es beeinflusst die Reizübertragung vom Nerv zum Muskel und ist damit wichtig für unser Nervensystem. Entsprechende Nahrungsergänzungsmittel bestehen oft aus Magnesiumverbindungen, da diese relativ günstig herzustellen sind. Daher sollte man bei der Auswahl der Produkte darauf achten, dass die Magnesiumverbindungen eher aus Naturcitrat, Aspartat oder Orotat hergestellt sind.  Diese kann unser Köper besser aufnehmen und verwerten.

 

  • Zink: Zink spielt eine wesentliche Rolle bei der Wundheilung. Es ist damit am Gewebeaufbau und an dessen Heilung beteiligt. Wer Zink in Form von Nahrungsergänzungen zuführt, sollte auf die Dosierung achten. Denn: hohe Dosen Zink können zu Problemen im Magen-Darm-Trakt führen und eine Behinderung der Eisen und Kupferaufnahme zur Folge haben.

 

  • Omega-3: Diese Fettsäuren sollten regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden, denn sie stellen verschiedene Stoffwechselvorgänge für die Faszien-Reparatur bereit. Sie erhöhen die Kollagenproduktion und wirken ebenfalls entzündungshemmend. Für einen funktionierenden Stoffwechsel ist es notwendig, die richtige Menge der Omega-3 Fettsäuren aufzunehmen. Dies passiert optimal über tierische Fettsäuren. Zusätzlich kann der Omega-3-Gehalt im Körper durch z.B. Fischölkapseln gefördert werden. Wichtig ist es zu wissen, dass es drei bis sechs Monate dauern kann, bis die Zellen genügend Omega-3 eingelagert haben.

 

Empfehlung

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In der heutigen Ernährung werden in der Lebensmittelindustrie immer mehr Zusatzstoffe, Geschmacksverstärker oder andere Aromastoffe eingesetzt. Diese können unseren Körper in verschiedenster Weise schaden z.B. wenn sie die Regeneration und somit die Versorgung unserer Faszien blockieren. Diese Stoffe werden in den meisten Fällen zu Gunsten der Haltbarkeit eingesetzt oder damit die Produkte „besser schmecken“ und damit in größeren Mengen konsumiert werden.

Daher gilt immer: Je natürlicher wir essen, desto besser für uns, unsere Gesundheit und unsere Faszien. Je naturbelassener ein Nahrungsmittel ist, desto mehr Vitalstoffe enthält es. Es macht also Sinn die Inhaltsstoffe auf den Lebensmitteln, die wir kaufen, genau zu lesen und möglichst auf Zusatzstoffe zu verzichten. Dazu gehören z.B. Geschmacksverstärker, Zucker oder Süßstoffe und Aromen.

Des Weiteren können industriell bearbeitete Lebensmittel und Produkte z.B. aus Massentierhaltung „süchtig“ machen. Der Grund dafür ist, dass sie die Bildung von Dopamin anregen, was uns glücklich macht und wir weiter zugreifen! Bei einem zu hohen Konsum von Zusatzstoffen, Geschmacksverstärkern oder Aromen, werden im Körper Entzündungsprozesse ausgelöst, die zu geschädigten Faszien oder anderen Erkrankungen führen können.

Wir sollten uns also immer bewusst machen welche Nahrungsmittel uns und unseren Körper in unserer Gesundheit unterstützen können. Denn wir treffen jeden Tag die Entscheidung was wir essen. Viele Vitamine oder Mineralien sind bei einer „richtigen“ Ernährung nicht noch einmal zusätzlich zuzuführen. 

Stellen wir bzw. der Arzt einen Mangel fest macht es ggf. Sinn Vitamine oder Mineralien zuzuführen. Diese sollten dann bewusst und in der richtigen Dosierung eingenommen werden. 

Wenn wir also gut auf uns achten, werden es uns auch unsere Faszien danken! Wir haben es in der Hand und können durch unsere Ernährung viel mehr Einfluss auf unsere Gesundheit nehmen, als uns oft im Alltag bewusst ist. 

In diesem Sinne: Bleiben Sie gesund!

Ihre Kathrin Vergin

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